Waffle: Telefone ohne Apps und soziale Netzwerke, damit Kinder miteinander sprechen
Waffle entwickelt zwei Telefone ohne Apps und soziale Netzwerke für Kinder von 5 bis 12 Jahren: das Waffle Home fürs Zuhause, das Waffle Go mit GPS für unterwegs, beide von den Eltern über die App Waffle Hub eingerichtet.

Waffle entwickelt Telefone ohne Apps für Kinder von 5 bis 12 Jahren. Das Kind führt damit Telefongespräche und hinterlässt Sprachnachrichten, ohne je eine Textzeile zu tippen. Keine sozialen Netzwerke, kein Internet-Browsing, kein Scrollen: Die Marke hat ihre Produktreihe um diese drei Abwesenheiten herum aufgebaut. Zwei Geräte bilden das Sortiment, das Waffle Home und das Waffle Go. Die Eltern richten sie über ihr eigenes Smartphone mit der App Waffle Hub ein.
Ein Psychologe im Team
Waffle wird unter dem Namen Just Waffle betrieben. Zum Team gehört Dr. Brad, ein Psychologe. Er ist Autor eines Buchs mit dem Titel The Tech Diet for Your Child & Teen, der von einer Technologie-Diät für Kinder und Jugendliche spricht.
Diese Handschrift wirft Licht auf das Projekt. Bei Waffle definiert sich das erste Telefon eines Kindes zuerst dadurch, was ihm weggenommen wird. Der Rest des Sortiments ergibt sich aus dieser Entscheidung: ein Gerät ohne Apps, eine rein sprachbasierte Kommunikation, ein Kreis von Kontakten, den die Erwachsenen festlegen.
Zwei Geräte, zwei Einsatzorte
Das Waffle Home ist das Telefon fürs Zuhause. In der Schachtel finden sich das Gerät, ein Ladekabel, eine Kurzanleitung und der Zugang zu Waffle Hub.
Das Waffle Go ist für unterwegs gemacht. Es teilt den Standort des Kindes dank GPS und Mobilfunkdaten. Diese Standortfreigabe ist ihm vorbehalten: Das Waffle Home bietet sie nicht an. Seine Verpackung entspricht jener des Home-Modells – Gerät, Ladekabel, Kurzanleitung, Zugang zu Waffle Hub – und ergänzt sie um ein Trageband.
Die Produktreihe richtet sich an Kinder von 5 bis 12 Jahren, ein Alter, in dem man beginnt, die Grosseltern anzurufen, sich mit einem Kollegen zu verabreden oder allein von der Schule nach Hause zu kommen. Das Home-Modell deckt die alltäglichen Gespräche von zu Hause aus ab. Das Go-Modell begleitet das Kind nach draussen und gibt den Eltern ein Mittel in die Hand, um zu wissen, wo es sich befindet.
Eine Konzeption durch Weglassen
Beim Waffle ist die Stimme das einzige Mittel zur Verständigung. Das Kind ruft an oder schickt eine Sprachnachricht; eine Texteingabe ist nicht vorgesehen. Es gibt weder einen Feed zum Durchscrollen noch ein soziales Netzwerk noch einen Browser.
Eingehende Anrufe folgen derselben Logik. Nur von den Eltern freigegebene Kontakte können das Kind erreichen. Eine unbekannte Nummer hat also keine Möglichkeit, das Gerät zu erreichen, und die Liste der Gesprächspartner bleibt jene, welche die Familie gewählt hat.
Für das Kind beschränkt sich die Nutzung auf wenige Handlungen: sprechen, zuhören, eine Nachricht hinterlassen. Für die Eltern bedeutet das ein Gerät, dessen sämtliche Funktionen sie im Voraus kennen, da sie sich auf das Gespräch beschränken.
Die Eltern am Steuer
Alles wird über Waffle Hub eingerichtet, die elterliche App der Marke. Sie funktioniert auf iPhone und auf Android und deckt damit beide grossen Smartphone-Familien ab.
Dort bestätigen die Eltern, welche Kontakte anrufen dürfen. Dort legen sie auch Zeitfenster fest: Die App erlaubt es, zu bestimmen, zu welchen Zeiten die Geräte Anrufe tätigen können. Schulzeiten oder die Nacht können so je nach den Entscheidungen der jeweiligen Familie stumm bleiben.
Die Kopplung zwischen einem Gerät und der App dauert weniger als 30 Sekunden. Laut der Marke dauert die vollständige Einrichtung weniger als fünf Minuten.
Beim Waffle Go dient Waffle Hub auch dazu, den Standort des Kindes zu verfolgen, der über GPS und Mobilfunkdaten übermittelt wird.
Was Waffle verspricht
Die Marke macht den Familien gegenüber zwei klare Zusagen. Waffle verspricht, ihre Daten niemals zu verkaufen. Sie verspricht ausserdem, Kindern niemals Werbung zu zeigen.
Diese beiden Zusagen setzen den Rest des Sortiments fort. Ein Gerät, das weder einen Feed zum Durchscrollen noch ein soziales Netzwerk bietet, lässt wenig Raum für Reklame, und Waffle macht daraus ein erklärtes Prinzip.
Die Marke gibt schliesslich an, dass täglich Tausende von Gesprächen über ihre Geräte laufen. Damit hebt sie hervor, was sie als zentrale Nutzung ihrer Telefone betrachtet: miteinander sprechen.
Zwei Markteinführungen im August
Im Sommer 2026 kam die Produktreihe online. Das Waffle Home wurde am 15. August 2026 im Shop der Marke aufgeschaltet. Das Waffle Go folgte am 19. August 2026, vier Tage später.
Die beiden Geräte kamen also fast gleichzeitig auf den Markt, am Vorabend des Schulbeginns, mit derselben App zur Steuerung.
Warum wir sie mögen
Uns gefällt die Idee eines ersten Telefons, das in erster Linie zum Sprechen dient: Anrufe, Sprachnachrichten, und das nur mit Personen, welche die Eltern freigegeben haben. Überzeugt hat uns auch die Aufteilung der Rollen zwischen zwei Geräten, eines fürs Zuhause, das andere für unterwegs mit GPS und Trageband.
Genau die Art von Marke, der wir gerne eines Tages auf O!deal begegnen würden.
Entdeckt bei Waffle
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Waffle Home: das WLAN-Festnetztelefon, das nur für ausgewählte Nahestehende klingelt
Das Waffle Home ist ein WLAN-Festnetztelefon für Kinder von 5 bis 12 Jahren: Nur von den Eltern freigegebene Personen können anrufen. Die Einstellungen erfolgen in der App Waffle Hub.