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Muntagnard: Schweizer Wolle, alpine Wurzeln, Mäntel zum Behalten

Ein Schweizer Label, das Schweizer Wolle und extrafeines Merino in einer kleinen Werkstatt im Kanton Schwyz verarbeitet, mit einem Laden in Chur und einem wachsenden Interesse an Reparatur statt Neukauf.

Gefaltete Wollmäntel und Strickwaren in Naturtönen, gezeigt im Rahmen der eigenen Produktion der Marke.
Foto: Muntagnard

Rothenthurm, ein Dorf im Kanton Schwyz, ist der Ort, an dem die Mäntel von Muntagnard entstehen. Ein kleines Detail, das aber den Ton für eine Marke vorgibt, die auf Schweizer Materialien setzt – Schweizer Wolle, extrafeines Merino, Holzfasern – und auf Kleidungsstücke, die man behalten soll statt sie jede Saison zu ersetzen. Das Design entsteht in der Schweiz; einige Stücke werden von Partnerwerkstätten anderswo in Europa fertiggestellt. Die Marke bezeichnet ihren Ansatz als «Swiss by Design»: klar, präzise, auf das Wesentliche fokussiert. Eine Idee, die man am besten an den Mänteln selbst beurteilt – und in einem kleinen Laden in Chur, wo die Kollektion vor Ort verkauft wird.

Wurzeln in den Bergen

Muntagnard tritt nicht als globales Label auf, das auf Skalierung setzt. Die Designarbeit bleibt in der Schweiz, und die Mäntel werden gezielt in Rothenthurm, im Kanton Schwyz, produziert – ein Detail, das die Marke bewusst in den Vordergrund stellt, statt es in allgemeinen Formulierungen über Handwerk zu verwässern. Andere Stücke der Kollektion entstehen mit Partnerfirmen anderswo in Europa, eine Aufteilung, die es der Marke erlaubt, ihre Kernstücke nah an der Heimat zu halten und trotzdem eine vollständigere Garderobe aufzubauen. Es gibt keine ausführlich öffentlich erzählte Gründungsgeschichte, keine Namen, die im Vordergrund stehen – nur einen Ort, eine Materialwahl und eine klare Ausrichtung: ein Komfort, der natürlich wirkt, mit Absicht gebaut statt nach Trendzyklen.

Gefaltete Wollmäntel und Strickwaren in Naturtönen, gezeigt im Rahmen der eigenen Produktion der Marke. – Ansicht 2
Foto: Muntagnard

Was die Kollektion umfasst

Die Kollektion gliedert sich in drei Familien: Mäntel, Strickwaren und Basics. Die Mäntel bilden das Herzstück, direkt verbunden mit der Produktionslinie in Rothenthurm und mit der Schweizer Wolle und den Holzfasern, mit denen die Marke arbeitet. Die Strickwaren setzen auf extrafeines Merino, gewählt wegen einer Weichheit, die man spüren und nicht nur auf einem Etikett lesen soll. Die Basics runden das Angebot ab – Stücke, die unter oder neben den schwereren Strickteilen und Mänteln getragen werden sollen, aus derselben Familie natürlicher Materialien gefertigt statt als Nebensache behandelt. Nichts hier wirkt wie saisonales Beiwerk; die Kollektion liest sich als kleine, durchdachte Garderobe statt als Katalog, der jeden Trend gleichzeitig abdecken will.

Gefaltete Wollmäntel und Strickwaren in Naturtönen, gezeigt im Rahmen der eigenen Produktion der Marke. – Ansicht 3
Foto: Muntagnard

Materialien und Herstellungsorte

Die Materialliste ist kurz und präzise: Schweizer Wolle, extrafeines Merino, Holzfasern. Diese werden nicht mit Marketingsprache aufgeladen – sie werden einfach benannt, und die geografische Herkunft der Produktion wird gleich mitgenannt. Die Mäntel stammen aus Rothenthurm, im Kanton Schwyz; der Rest der Kollektion wird in der Schweiz entworfen und mit Partnerfirmen in ganz Europa produziert. Muntagnard sagt, diese Kombination solle spürbar sein, sobald man den Stoff berührt – die Marke führt die Qualität ihrer Kleidungsstücke direkt darauf zurück, dass sie ihre eigenen Textilien verarbeitet, statt fertige Stoffe von der Stange zu beziehen.

Gefaltete Wollmäntel und Strickwaren in Naturtönen, gezeigt im Rahmen der eigenen Produktion der Marke. – Ansicht 4
Foto: Muntagnard

Wofür die Marke steht

Muntagnard fasst ihren gesamten Ansatz unter dem Label «Swiss by Design» zusammen – gemäss der Marke eine Haltung, die klar, präzise und auf das Wesentliche ausgerichtet bleibt, statt Funktionen oder saisonale Varianten anzuhäufen. Als Ergebnis dieses Ansatzes verspricht sie, was sie «raffinierten natürlichen Komfort» nennt. Die Marke gibt zudem an, bei der Produktentwicklung Kontinuität dem Ersatz vorzuziehen: weniger neue Linien, die Trends folgen, mehr Aufmerksamkeit für Stücke, die über Jahre in einer Garderobe bleiben sollen statt nur eine Saison. Eine Haltung, die zur Materialwahl passt – Wolle und Merino sind keine Stoffe, die mit schnellem Wechsel in Verbindung stehen – und zum geografischen Fokus auf einen einzigen Produktionsstandort für die charakteristischen Mäntel.

Aktuell

Muntagnard baut derzeit eher Dienstleistungen rund um die Kleidungsstücke selbst aus, statt einfach neue Teile der Kollektion hinzuzufügen. Im November 2024 lancierte die Marke ein Rücknahmeprogramm, das einen Weg bietet, bestehende Muntagnard-Stücke zurückzugeben statt sie einfach zu entsorgen. Im April 2025 folgte ein eigenes Waschmittel für Wolle, Daunen und Kaschmir – biologisch abbaubar und ohne Bleichmittel, gezielt auf die Art von Naturfasern ausgerichtet, mit denen die Marke in ihrer gesamten Kollektion arbeitet. Zuletzt, im Juli 2026, ging ein kostenpflichtiger Reparaturservice online, der die Idee «Kontinuität statt Ersatz» von einem erklärten Wert zu einem tatsächlichen Angebot macht, das Kundinnen und Kunden nutzen können, wenn ein Mantel oder ein Strickteil ausgebessert statt ersetzt werden muss.

Besuch in Chur

Muntagnard betreibt einen physischen Laden, an der Oberen Gasse 53 in Chur. Geöffnet ist von Mittwoch bis Freitag von 11.30 bis 18.00 Uhr sowie samstags von 10.00 bis 16.00 Uhr; von Sonntag bis Dienstag bleibt der Laden geschlossen. Für alle, die die Schweizer Wolle oder das extrafeine Merino vor dem Entscheid spüren möchten, oder die einen Mantel betrachten wollen, der nicht weit weg, in Rothenthurm, hergestellt wurde, ist dies der einzige Ort in der Schweiz, an dem die gesamte Kollektion vor Ort zu sehen ist.

Warum wir sie mögen

Wir mögen, dass Muntagnard sein Dorf, Rothenthurm, klar benennt, statt sich hinter einem vagen «mit Sorgfalt hergestellt» zu verstecken. Die Wahl von Schweizer Wolle, extrafeinem Merino und Holzfasern, verbunden mit der erklärten Vorliebe für Kontinuität statt Ersatz, gibt der ganzen Kollektion eine klare, unaufgeregte Logik.

Genau die Art von Marke, der wir gerne eines Tages auf O!deal begegnen würden.

Entdeckt bei Muntagnard

1

Ein LANA-Mantel von Muntagnard, wie ihn der Reparaturservice Mountaineer im Gebrauch halten soll, dargestellt von der Marke selbst.
Zuletzt entdeckt

Muntagnard Mountaineer: der Reparaturservice, der Mäntel weiterleben lässt

Muntagnard, der Schweizer Strick- und Mantelhersteller aus Rothenthurm und Chur, bietet mit Mountaineer einen kostenpflichtigen Reparaturservice an, der Kleidungsstücke im Gebrauch halten soll, statt sie zu ersetzen.

Veröffentlicht am 26.09.2026