Smeg: von Guastalla nach Mailand – ein italienisches Haus mit vielen Handwerkskünsten
Der italienische Hersteller Smeg mit Sitz in Guastalla baut Einbaugeräte für die Küche sowie Kaffeemaschinen. Zum Haus gehört auch La Pavoni, die seit 1905 in Mailand Kaffeemaschinen herstellt.

Eine italienische Gemeinde, Guastalla, und ein Name in Grossbuchstaben: SMEG S.p.A. Das Haushaltgeräte-Unternehmen hat dort seinen Sitz und stellt Einbaugeräte für die Küche sowie Kaffeemaschinen her. Sein Tätigkeitsfeld reicht allerdings weit über die private Küche hinaus. Unter demselben Namen vereinen sich drei Einheiten mit ganz verschiedenen Handwerken: Smeg Professional, Smeg Instruments und La Pavoni. Letztere entwirft und baut seit 1905 in Mailand Kaffeemaschinen.
Wurzeln in der Emilia – und in Mailand
Der Sitz von Smeg liegt an der Via Leonardo da Vinci 4, 42016 Guastalla, in Italien. Das Unternehmen ist dort verwurzelt, und sein Name steht für mehrere Tätigkeiten.
Das älteste Datum dieses Verbunds gehört zu La Pavoni: 1905. Seit jenem Jahr entwirft und baut La Pavoni in Mailand Kaffeemaschinen. Heute gehört sie zu den Einheiten von Smeg, neben Smeg Professional und Smeg Instruments.
Zwei italienische Städte bilden so die Landkarte der Marke. Guastalla beherbergt den Sitz. Mailand bleibt die Stadt von La Pavoni und ihren Kaffeemaschinen.
Vom Einbaugerät bis zur Tasse
Das Herzstück des Smeg-Angebots besteht aus zwei Produktfamilien: den Einbaugeräten für die Küche und den Kaffeemaschinen.
Ein Einbaugerät sitzt in den Küchenmöbeln, statt daneben zu stehen. Smeg hat daraus ein Feld der Zusammenarbeit mit der Designwelt gemacht. Die Kollektion Musa vereint Einbaugeräte, die mit BorromeodeSilva Studio entstanden sind. Die Kollektion Isola geht auf die Vision von Stefano Boeri Interiors zurück. Zwei Namen, zwei Blicke von aussen, die eingeladen wurden, die Haushaltgeräte zu gestalten.
Beim Kaffee gliedert sich das Sortiment in drei Ansätze. Vollautomaten mit Mühle mahlen die Bohnen vor dem Brühen. Halbprofessionelle Espressomaschinen bilden eine zweite Kategorie. Manuelle Espressomaschinen runden das Angebot ab, mit oder ohne Mühle.
So kann man nach der eigenen Art wählen, Kaffee zuzubereiten. Wer seinen Kaffee als Bohnen kauft, nimmt ein Modell mit Mühle, das das Mahlen gleich selbst übernimmt. Wer bereits gemahlenen Kaffee bevorzugt, findet im Sortiment eine manuelle Espressomaschine ohne Mühle. Die halbprofessionellen Maschinen richten sich an alle, die ein Gerät aus dem Umfeld der Profis suchen.
La Pavoni: Kaffee als Erbe
La Pavoni nimmt im Smeg-Verbund eine besondere Stellung ein. Sie ist die Einheit für Kaffeemaschinen, die in Mailand entworfen und gebaut werden.
Das erste bemerkenswerte Faktum ist ihre lange Tradition: Die Mailänder Produktion reicht bis 1905 zurück. Entwurf und Fertigung liegen am selben Ort, in derselben Stadt.
Für Smeg ist La Pavoni auch eine Frage der Ästhetik. Laut der Marke macht La Pavoni aus Kaffeemaschinen Luxusobjekte und Kunstwerke. Die Maschine ist damit nicht mehr bloss ein Gerät, sondern wird, so Smeg, zu einem Stück, das man ebenso gern betrachtet, wie man es benutzt.
Auf der Seite der Profis
Zwei Einheiten von Smeg richten sich an Fachleute statt an Privatpersonen.
Smeg Professional rüstet Bars, Cafés, Restaurants und Hotels aus. Im Angebot sind Minibar-Kühlschränke, Tiefkühlgeräte und Eiswürfelmaschinen. Die Minibar eines Hotelzimmers, der Tiefkühler einer Restaurantküche und die Maschine, die das Eis einer Bar liefert, gehören alle zu diesem Zweig.
Smeg Instruments arbeitet in einem anderen Bereich: der professionellen Reinigung. Die Einheit bietet Reinigungssysteme sowie thermische Reinigungs- und Desinfektionsgeräte an, die mit Hitze desinfizieren. Dieses Handwerk übt sie seit mehr als dreissig Jahren aus.
Diese beiden Zweige zeigen die Breite der Tätigkeit. Derselbe Name steht für die Küche einer Wohnung, den Service eines Hotels und die Reinigung professioneller Ausrüstung.
Was Smeg für sich beansprucht
Smeg betont zuerst seine Herkunft. Die Marke erklärt, ihre Geräte brächten das «Made in Italy» zum Ausdruck.
Sie hebt auch die Wirkung ihrer Materialien hervor. Smeg sagt von seiner matten Oberfläche, sie könne Wohnräume in Sinneslandschaften verwandeln. Der Gedanke, so die Marke: ein Gerät, das über seine Funktion hinaus auf die Atmosphäre eines Raums einwirkt.
Für den professionellen Zweig wechselt der Ton. Von den Produkten von Smeg Professional sagt Smeg, sie seien robust, funktional und für den Dauereinsatz gebaut. Das sind die Eigenschaften, die eine Bar oder ein Hotel von Geräten erwartet, die jeden Tag laufen.
Mit La Pavoni schliesslich erhebt Smeg einen künstlerischen Anspruch. Laut der Marke werden ihre Kaffeemaschinen zu Luxusobjekten und Kunstwerken. Zwischen dem Anspruch an Robustheit in professionellen Küchen und dem ästhetischen Streben der Kollektionen für zu Hause führt Smeg so zwei Argumentationen, die einander ergänzen.
Warum wir sie mögen
Uns gefällt, dass dasselbe Haus den Einbaubackofen der Familienküche und die Eiswürfelmaschine der Hotelbar unter einem Dach vereint. Uns gefällt auch, dass der Kaffee hier eine echte Geschichte hat, mit La Pavoni und ihren seit 1905 in Mailand entworfenen Maschinen. Und uns haben die Zusammenarbeiten mit BorromeodeSilva Studio und Stefano Boeri Interiors überzeugt, die Design in die Haushaltgeräte bringen.
Genau die Art von Marke, der wir gerne eines Tages auf O!deal begegnen würden.
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